Admira siegt sensationell und düpiert den Meister!Trenkwalder Admira ist in der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile das Team der Stunde! Die Mannschaft von Trainer Didi Kühbauer schlug am Samstag, 10. September 2011, den aktuellen Meister Sturm Graz mit 4:2 und liegt nach sieben Runden damit weiter auf dem zweiten Tabellenrang.
Die Admira stellte die Weichen bereits in der ersten Hälfte auf Sieg. Issiaka Ouedraogo (6.), Philipp Hosiner (22.) und Bernhard Schachner (44.) nutzten die Schwächen der Grazer Hintermannschaft effektiv aus. Sturm machte die Partie durch Imre Szabics (57.) und Darko Bodul (72.) noch einmal spannend, ehe der eingewechselte Benjamin Sulimani (88.) den Erfolg der Admira fixierte. In einer hektischen Schlussphase, in der den Grazern ein Tor aberkannt wurde, sah Bodul in der 83. Minute die Gelb-Rote Karte wegen Schiedsrichterkritik.
Sturm-Abwehr mit Tempo der Admira völlig überfordertMit dem Selbstvertrauen des 4:2-Erfolgs bei der Wiener Austria startete die junge Admira-Elf vor 8.000 Zuschauern in der Trenkwalder-Arena wie aus der Pistole. Gerade 40 Sekunden waren gespielt, als der sträflich vernachlässigte Rene Seebacher den Ball neben das Sturm-Gehäuse setzte. Bereits da wurde augenscheinlich, dass die Hintermannschaft der Steirer gegen die schnellen Angriffe der Admira überfordert war.
Trainer Dietmar Kühbauer hatte sein Team nur auf einer Position verändert. Statt dem zuletzt nicht immer sicheren Hans-Peter Berger hütete Patrick Tischler das Tor der Admira. Viel wichtiger war jedoch, dass sich der Sturm Hosiner/Ouedraogo wieder als für den Gegner äußerst unangenehm erwies.
Den ersten beiden Toren der Kühbauer-Elf gingen trotzdem Geschenke des Meisters voraus. Zunächst entwischte Ouedraogo nach einem weiten Palla-Pass der Innenverteidigung, auch Teamtorhüter Christian Gratzei kam zu spät aus dem Gehäuse. Der Spieler aus Burkina Faso hatte zum Ärger von Sturms Coach Franco Foda keine Mühe. Auch beim 2:0 stellte sich die zentrale Defensive mit Milan Dudic und Thomas Burgstaller alles andere als glücklich an. Schachner schickte Hosiner mit einem Pass in die Lücke auf die Reise und der 22-Jährige ließ sich die Chance auf seinen vierten Liga-Treffer nicht entgehen.
Die ohne den gesperrten Mario Haas und die verletzten Roman Kienast und Jürgen Säumel antretenen Grazer kamen nur langsam auf Touren. Szabics erzeugte noch am meisten Torgefahr (26./Kopfball, 34./Außennetz).
Die Tore schoss weiter nur die Admira. Nachdem Ouedraogo nach einem Konter an Gratzei gescheitert war, vollendete Schachner per Nachschuss. Sturms Außenverteidiger Joachim Standfest analysierte die Leistung seiner Mannschaft in der Pause: „Wir sind vom Ersten bis zum Letzten ein undisziplinierter Haufen und bekommen Tore wie in der Schülerliga.“
Foda reagierte mit der Hereinnahme von Patrick Wolf und Ferdinand Feldhofer. Das Duo zeichnete sich auch für das 1:3 verantwortlich. Einen Wolf-Freistoß verlängerte Feldhofer zu Torschütze Szabics. Die Admira ließ sich durch den Gegentreffer zunächst nicht beirren und deutete durch einen Lattenschuss von Ouedraogo sofort wieder ihre Torgefahr an. Doch Sturm schlug gegen den Spielverlauf durch Bodul ein zweites Mal zu.
Erst dann wankte die Admira, was eine turbulente Schlussphase einleitete. Sturm drückte plötzlich auf den Ausgleich, Bodul schwächte sein Team aber durch seinen unnötigen Ausschluss. Ein Treffer von Andreas Hölzl (87.) wurde von Schiedsrichter Grobelnik aberkannt, weil sein Assistent Passgeber Samir Muratovic zuvor im Abseits wähnte. Praktisch im Gegenstoß fixierte der eingewechselte Sulimani Admiras sensationellen Triumph.
Tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile, 7. Runde, 10.09.2011
Trenkwalder Admira vs. SK Puntigamer Sturm Graz 4:2 (3:0)
Trenkwalder-Arena, 8.079 Zuschauer, SR Grobelnik
Torfolge:
- 1:0 Ouedraogo (6.)
- 2:0 Hosiner (22.)
- 3:0 Schachner (44.)
- 3:1 Szabics (57.)
- 3:2 Bodul (72.)
- 4:2 B. Sulimani (88.)
Gelb-Rote Karte: Bodul (83./Schiedsrichterkritik)
Gelbe Karten: Schwab, Seebacher, Ouedraogo bzw. Dudic, Standfest, Weber, Popchadse