Keine Chance gegen die Austria Wien: Erste Heimniederlage für Admira!Die Wiener Austria kommt der Admira näher. Die Veilchen feierten im Schlager der 15. Runde bei Leader Trenkwalder Admira einen 3:0-Erfolg. Die Truppe von Karl Daxbacher liegt damit nur noch einen Zähler hinter Admira.
Nacer Barazite (8., 65.) und Georg Margreitter (43.) bereiteten den Wienern das perfekte Geschenk anlässlich der sonntägigen 100-Jahr-Feier und sorgten für den ersten Erfolg nach vier Spielen ohne Sieg (drei Remis, eine Niederlage). Barazite liegt nun mit sieben Saisontoren gemeinsam mit Teamkollegen Roland Linz, Patrick Bürger (Mattersburg) und Darko Bodul (Sturm) an der Spitze der Torschützenliste. Für die Admira endete zudem die lange Heimserie. Seit 1. April war man in der Trenkwalder-Arena ohne Niederlage gewesen.
Vor 8.050 Zuschauern legten beide Teams flott los. Doch die Austria war es, die das spielerische Übergewicht hatte und mit der ersten Chance gleich in Führung ging. Eine von Markus Suttner schön herausgearbeitete Flanke nahm sich Alexander Gorgon mit der Brust herunter und zielte aufs lange Eck, Barazite musste im Stil des neuerlich auf der Bank sitzenden Linz nur noch abstauben.
Die Gäste bestimmten das Geschehen vorerst weiter. Florian Mader hebelte mit einem perfekten, weiten Zuspiel auf Junuzovic die Abwehr der Hausherren aus, Zlatko Junuzovic (18.) verfehlte das Tor nur knapp. Kurz darauf dann das vermeintliche 2:0 durch Gorgon (21.), der aus Kurzdistanz einen Lattenkracher Suttners aus 25 Metern in die Maschen setzte, wegen Abseits beim Jubeln aber wieder zurückgepfiffen wurde.
Erst nach rund einer halben Stunde kam die auf Konter bedachte Admira, die den Doppelsturm Issiaka Ouedraogo/Philipp Hosiner aufbot, gefährlich vor das gegnerische Tor: In der 29. Minute hätte Ouedraogo nach einer Unsicherheit des etwas zögerlich herauseilenden Lindners fast einen Elfmeter geschunden (29.), schließlich vergaben Hosiner (37.) und Schwab (40.) die besten Möglichkeiten auf den Ausgleich.
Das rächte sich noch vor der Pause: Erst parierte Admira-Goalie Patrick Tischler zwar einen Gorgon-Schuss, den folgenden Eckball von Junuzovic auf die erste Stange setzte Margreitter (43.) aber per Kopf zum 2:0 ins Tor. Die überlegenen Gäste hatten das Heft auch nach dem Seitenwechsel in der Hand, diktierten das Geschehen förmlich. Die Admira, bei der Trainer Didi Kühbauer schon in der Pause zwei Wechsel vornahm (Drescher für Windbichler und Zeman für Hosiner), konnte keine Akzente mehr setzen.
Vorerst noch blieb der Daxbacher-Elf aber ein weiterer Treffer verwehrt, und doch erlag man diesmal nicht dem alten Austria-Leiden der fahrlässig vergebenen Chancen. Nach einem kraftvollen Solo Tomas Juns ließ sich der allein stehende Barazite im Strafraum nicht zweimal bitten und schloss mit einem schönen Schuss (65.) zum 3:0-Endstand ab. Eine effektive Gegenwehr der Admira blieb aus, zudem fand die Mannschaft nach dem Seitenwechsel keine einzige echte Einschussmöglichkeit vor.
Stimmen zum SpielDietmar Kühbauer (Admira-Trainer): „Die Austria war die bessere Mannschaft, das muss man neidlos anerkennen. Das 0:2 kurz vor der Pause war der Knackpunkt. Natürlich wollten wir einen Sieg einfahren, aber wir wissen, was wir spielen können. Oben zu sein ist schön, ich werde meine Spieler aber nicht unter Druck setzen.“
Christopher Dibon (Admira-Kapitän): „Die Austria war in allen Belangen die bessere Mannschaft, wir sind nie richtig in die Zweikämpfe gekommen. Wir sind zu weit hinten gestanden, hätten Pressing spielen müssen. Wir sind immer nur nachgelaufen. Wenn man vorne die wenigen Chancen dann auch nicht verwertet, dann ist da nichts zu holen.“
Karl Daxbacher (Austria-Trainer): „Wir haben sehr viel richtig gemacht, der Sieg war hochverdient. Es ist aber nur ein Spiel, das sollten wir schnellstmöglich abhaken und uns auf das nächste Spiel besinnen. Man kennt die Austria, sie ist sehr wankelmütig. Das müssen wir abstellen.“
Georg Margreitter (Austria-Torschütze): „Ich freue mich, dass es seit sehr langer Zeit wieder mit einem Tor geklappt hat. Für mich zählen heute aber in erster Linie die drei Punkte, und dass wir ohne Gegentor geblieben sind. Wir haben geschlossen nach hinten gearbeitet, haben keine Chancen zugelassen und unser Kombinationsspiel aufziehen können. Wir müssen nicht nur die spielerische Überlegenheit zeigen, sondern auch die Resultate bringen. Wichtig, dass das heute gelungen ist.“
tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile, 15. Runde, 19.11.2011
Trenkwalder Admira vs. FK Austria Wien 0:3 (0:2)
Trenkwalder-Arena, 8.050 Zuschauer, SR Drachta
Tore:
- 0:1 Barazite (8.)
- 0:2 Margreitter (43.)
- 0:3 Barazite (65.)
Gelbe Karten: Plassnegger, Dibon bzw. Ortlechner