Spielbericht

22.10.2011 18:30 Trenkwalder-Arena

Trenkwalder Admira
Trenkwalder Admira
3:2
(0:0)
FC Wacker Innsbruck
FC Wacker Innsbruck
 
Aufstellung:
Tischler - Plassnegger, Windbichler, Dibon, Palla - E. Sulimani, Schachner, Schwab (87. Drescher), Jezek - B. Sulimani (80. Zeman), Hosiner Safar - Harding, Bea, Dakovic, Hauser - Schütz (32. Perstaller), Abraham, Merino, Wernitznig (54. Bergmann) - Schreter, Burgic
Spielbericht:
Admira gewinnt Fußball-Thriller gegen FC Wacker Innsbruck!

Tabellenführer Trenkwalder Admira hat seinen Erfolgslauf in der Fußball-Bundesliga am Samstagabend, 22. Oktober 2011 fortgesetzt. Die Mannschaft der Admira feierte gegen den FC Wacker Innsbruck vor 3.769 Zuschauern in der Trenkwalder-Arena einen 3:2-Sieg und baute damit ihren Club-Rekord in der Bundesliga auf elf Partien ohne Niederlage in Folge aus. Die Tiroler, die zuvor als letztes Team der Liga in der Fremde unbesiegt waren, kassierten hingegen im sechsten Spiel die erste Auswärtsniederlage.

Die Innsbrucker sahen nach Toren von Carlos Merino (66.) und Dario Dakovic (77.) kurz vor Schluss beim Stand von 2:1 wie der Sieger aus, die Hausherren schafften mit einem Superfinish in den letzten drei Minuten aber noch die Wende. Zuerst traf Kapitän Christopher Dibon per Kopf zum 2:2 (89.), dann machte Patrik Jezek (92.), der auch schon den ersten Admira-Treffer (68.) erzielte hatte, den Sieg der Admira perfekt.

Die Schützlinge von Chefcoach Dietmar Kühbauer (25 Punkte) sind damit weiterhin im eigenen Stadion ungeschlagen (sechs Siege, ein Remis) und bauten ihre Tabellenführung auf die Austria (20) und Salzburg (19) vor den Sonntagspielen aus. Die Innsbrucker verloren hingegen einen Platz und rückten als Achter näher an das Tabellenende heran.

Kühbauer nahm in seinem 54. Meisterschaftsspiel als Admira-Trainer gegenüber dem torlosen Remis in Kapfenberg zwei Änderungen vor. Palla durfte anstelle des Ex-Innsbruckers Schrott rechts verteidigen, zudem bekam Emin Sulimani vor Rene Schicker den Vorzug. Bei den Tirolern rückte gegenüber dem 1:1-Remis in Salzburg nur Abwehrspieler Dakovic für den gesperrten Svejnoha in die Mannschaft.

Die erste Hälfte war ein taktisches Geplänkel, beide Mannschaften ließen dem Gegner kaum Räume, Chancen waren daher Mangelware. Während die Innsbrucker vor den Augen von Neo-ÖFB-Teamchef Marcel Koller keine einzige nennenswerte Chance vorfanden, wurden die Südstädter zumindest dreimal gefährlich, zweimal nur dank haarsträubender Fehler der Gäste.

Nach einem missglückten Abschlagversuch von Bea setzte Hosiner einen Volleyschuss hauchdünn daneben (29.), zudem verfehlte der Admira-Stürmer das Gehäuse, nachdem ihm Harding den Ball im Strafraum ungewollt ideal aufgelegt hatte (34.). Bei der einzig wirklich schön herausgespielten Aktion schoss Emin Sulimani nach einem schönen Schwab-Lochpass aus 13 Metern am langen Eck vorbei (38.).

Nach dem Seitenwechsel forcierten die Hausherren vorerst die Offensivbemühungen, ein Jezek-Volleyschuss ging deutlich drüber (49.), ein Hosiner-Versuch daneben (60.). Nach einer halben Stunde trauten sich die Innsbrucker aber mehr zu und wurden schnell belohnt. Nach einem leicht abgefälschten Zuspiel des schon in der 32. Minute für Schütz eingewechselten und nach einem Nasenbeinbruch mit Gesichtsmaske spielenden Perstaller traf Merino aus elf Metern souverän ins Eck (66.).

Jubeln konnten die mitgereisten Tirol-Anhänger aber nur kurz. Zwei Minuten später spielte Schachner nach einer schönen Aktion über mehrere Stationen ideal auf Jezek, und der Tscheche hatte keine Mühe mit seinem starken linken Fuß im Strafraum zu vollenden (68.). Diesmal ließ die Antwort der Tiroler nicht lange auf sich warten und wieder hatte Merino seine Beine im Spiel. Ein Freistoß des Spaniers wurde abgefälscht und der aufgerückte Dakovic musste aus kürzester Distanz nur noch abstauben (77.).

Die Admira schlug aber wie auch schon im ersten direkten Duell noch spät zurück und sicherte sich am Ende sogar drei Punkte. Zuerst war der ungedeckte Dibon nach einem Zeman-Eckball per Kopf zur Stelle (89.), dann traf Jezek, neuerlich nach Zeman-Vorarbeit, mit einem wuchtigen Halbvolley-Schuss (92.). Im ersten Saisonduell am Tivoli hatte Emin Sulimani in der 94. Minute den 2:2-Ausgleich für die Admiraner erzielt.


Stimmen zum Spiel

Dietmar Kühbauer: „Der Sieg war glücklich aufgrund des Tores in der Nachspielzeit, aber absolut verdient. Wir hätten das Spiel schon in der ersten Hälfte entscheiden müssen. Solche Siege sind die allerschönsten, weil ein jeder geglaubt hat, dass es vorbei ist mit unserer Serie. Die Jungs geben nicht auf, es ist unglaublich.“

„Glück ist natürlich dabei, aber wir waren die klar bessere Mannschaft. Innsbruck hat sehr destruktiv gespielt. Es sind zwölf Runden gespielt, wir nehmen die Punkte natürlich mit. Vom Abstieg zu reden wäre nicht glaubwürdig, aber von der Meisterschaft zu reden, ist viel zu früh. Es hebt keiner ab, dass ist das Schöne daran. Ich bin von der Charakterstärke der Mannschaft begeistert.“

Walter Kogler (Wacker-Trainer): „Wir sind gestolpert, richtig gestürzt. Aber wir müssen wieder aufstehen, da muss die Mannschaft durch. Wir haben schlecht gespielt, vor allem in der ersten Hälfte sehr dürftig, waren immer einen Schritt zu langsam und hätten da schon zurück sein können.“

„In der zweiten Hälfte war es etwas besser, da waren wir auf dem Feld etwas kompakter, aber die Nachlässigkeiten, die wir schon erste Hälfte hatten, haben nie aufgehört. Wir müssen auch nach hinten blicken, deswegen ist es sehr, sehr schade, dass wir die Möglichkeit nicht genutzt haben den Abstand zu vergrößern.“

Christopher Dibon: „Die ganze Mannschaft hat bis am Schluss gefightet. Das zeigt unseren Mannschaftsgeist, den Willen. Es ist geil in dieser Mannschaft zu spielen.“



tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile, 12. Runde, 22.10.2011
Trenkwalder Admira vs. FC Wacker Innsbruck 3:2 (0:0)
Trenkwalder-Arena, 3.769, SR Grobelnik
Torfolge: 0:1 (66.) Merino, 1:1 (68.) Jezek, 1:2 (77.) Dakovic, 2:2 (89.) Dibon, 3:2 (92.) Jezek
Gelbe Karten: Hosiner, Palla bzw. Schütz, Hauser


Letztes Spiel

Do, 17. Mai 2012, 16:00
Red Bull Salzburg
Red Bull Salzburg
2:0
Trenkwalder Admira
Trenkwalder Admira
Bundesliga

BUNDESLIGA TABELLE 2011/12

1. FC Red Bull Salzburg 36 60 :30 68
2. SK Rapid Wien 36 52 :30 62
3. FC Trenkwalder Admira 36 59 :52 55
4. FK Austria Wien 36 52 :44 54
5. SK Puntigamer Sturm Graz 36 47 :41 51
6. SV Josko Ried 36 44 :38 48
7. FC Wacker Innsbruck 36 36 :45 45
8. SV Mattersburg 36 41 :43 38
9. SC Wiener Neustadt 36 26 :51 33
10. KSV 1919 36 21 :64 23
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